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Noch vor einigen Jahren gab es keinerlei Diskussion – eine Flasche Wein war selbstverständlich mit einem Korken verschlossen, etwas anderes war unvorstellbar. Doch mit der Zeit änderte sich diese Selbstverständlichkeit. Neben den Naturkorken tauchten immer mehr Plastikkorken oder Presskorken auf, zum einen sind diese im Preis günstiger als Naturkork und außerdem erhofft man sich von diesen Varianten eine bessere Qualität des Weines, da sie Korkfehler ausschließen. Die zunehmenden Korkfehler waren in erster Linie der Grund, warum mit anderen Weinverschlüssen zu experimentieren begonnen wurde. Kork ist ein natürlich Rohstoff, der in Europa vor allem in Portugal vorkommt. Dort gibt es zahlreiche Plantagen, die mit Korkeichen bestückt sind und das Material für die Weinverschlüsse liefern. Der Nachteil eines natürlichen Rohstoffs ist, dass er Fehler aufweisen kann, die von Natur aus vorkommen, zum anderen kann ein natürlicher Rohstoff schwankende Qualität aufweisen. Ein weiterer Aspekt ist, dass die Rinde der Korkeichen längere Zeit zum Nachwachsen benötigt als der Markt hergibt, sodass zwangsläufig eine Diskrepanz entstehen musste, dies führte dazu, dass Kork geerntet wurde, ehe er eigentlich „reif“ war und so eine mindere Qualität aufwies. Die Folge: Korkfehler beim Wein traten häufiger auf. Aus diesen Gründen wurde verstärkt nach Alternativen gesucht. Bald kamen neben Kunststoffkorken Drehverschlüsse und Kronkorken auf, doch diese wurden vor allem bei höherwertigen Weinen nur sehr schlecht angenommen, da die meisten Weintrinker diese Lösung als billig und unpassend empfanden. Dennoch finden sich heute vor allem bei Weißweinen vermehrt Drehverschlüsse, da diese eine durchaus praktikable Lösung darstellen und sich die meisten Weintrinker inzwischen an diese Form der Weinverschlüsse gewöhnt haben. Eine weitaus elegantere Lösung bietet der Glaskorken. Er ist zwar etwas teurer, wirkt dafür aber unvergleichlich edler und ist durchaus mit einem Naturkorken gleichzusetzen und dass ohne Korkfehler! Einige Weingüter gehen inzwischen sogar dazu über, ihre Rotweine mit Glaskorken zu verschließen. Auf Dauer werden sich sicherlich diese alternativen Weinverschlüsse gegen den althergebrachten Korken aus Naturkork durchsetzen.
Name: Torsten Schneider E-Mail: torsten@torstens-diplomacy.de
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